Entwicklungskonzept Saarebene
Projektziele
Mit dem Projekt «Hochwasserschutz Saarebene» entwickeln die Gemeinden Sargans, Mels, Vilters-Wangs und Wartau zusammen mit dem Kanton St.Gallen eine gemeindeverbindende Lösung, damit bei Hochwasser die Bevölkerung und die Siedlungsgebiete in den vier Gemeinden geschützt werden.
Zudem soll das Überflutungsrisiko von landwirtschaftlich genutzten Flächen reduziert werden. Bei den baulich notwendigen Massnahmen wird der Ökologie ein besonderes Augenmerk geschenkt. Dies ist einerseits gesetzlich gefordert und entspricht andererseits einem Bedürfnis eines grossen Teils der Bevölkerung. Nebst dem Saarkanal beinhaltet der Projektperimeter auch den Vilterser-Wangser-Kanal, den Bahngraben, den Äuligraben, den Härtigraben und den Guttligraben sowie die Siedlungsentwässerung.
Bedürfnisanalyse
Das Ingenieur- und Planungsunternehmen Basler & Hofmann AG hat in der «Phase 1» den Zustand der Gewässer aufgenommen, eine Defizitanalyse erstellt sowie die Bedürfnisse der Betroffenen und Interessengruppen erfasst.
Insgesamt wurden 41 Akteure kontaktiert und zu einer Beurteilung eingeladen. Die Auswertung der Umfrage zeigt deutlich auf, dass nebst der Verbesserung des Hochwasserschutzes der Schutz des Grundwassers sowie die Umsetzung von Revitalisierungsmassnahmen und ökologische Aufwertungen hoch im Kurs stehen. Ebenso wichtig scheint den Umfrageteilnehmenden der Schutz der Wildlebensräume, die Sicherstellung der Vernetzung der Lebensräume sowie die Verbesserung des Oberflächenwasserabflusses. Weiter sollen die Rückstauungen in die Siedlungsentwässerung behoben werden. Dies alles bei einer möglichst optimalen Ausgestaltung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses.
Gewässerentwicklungskonzept
Das Gewässerentwicklungskonzept (GEK) ist eine auf Visionen und Leitbildern basierende Strategie für die zukünftige Entwicklung eines Gewässers.
In der «Phase 2» werden die Ziele formuliert und Massnahmen beschrieben, mit denen die in der Saarebene bestehenden Herausforderungen gelöst werden können. Im Hochwasserschutz gibt es grundsätzlich vier Massnahmenstrategien, mit denen die gewünschten Schutzziele erreicht werden können. Eine Möglichkeit ist es die Kapazität zu vergrössern, um die Wassermassen durchleiten zu können. Ein anderer Lösungsansatz wäre es, den Abfluss mittels Rückhaltebecken zu dosieren. Denkbar wären auch ein Umleiten der Wassermassen, damit das Risikogebiet entlastet wird oder individuelle Objektschutzmassnahmen.
Projektteam
Das Projektteam setzt sich aus folgenden Personen zusammen:
Remo Solér, Projektleiter
Amt für Wasser und Energie, Kanton St.Gallen
Andreas Bernold, Auftraggeber (Vorsitz)
Gemeindepräsident Wartau
Patrik Schlegel, Auftraggeber
Gemeindepräsident Vilters-Wangs
Roland Wermelinger, Auftraggeber
Gemeinderat Sargans
Michael Grünenfelder, Auftraggeber
Gemeinderat Mels
Peter Paul Hobi
Präsident Unterhaltsgenossenschaft Melioration Saarebene
Ralph Dietsche, Kommunikation
radikom GmbH
Manuel Forster, Raumplanung
ERR Raumplaner AG
Wissen
Saar
Die Saar ist ein knapp elf Kilometer langer Bach. Anfang des 19. Jahrhunderts verlief die Saar noch in gewundener Form durch die Rheinebene und vereinigte sich erst nach und nach mit anderen Wildbächen. Da sich die Sohle des Rheins durch die Ablagerung von Geschiebe hob, versumpften Äcker und Wiesen zunehmend. Zwischen 1855 und 1862 wurde die Saar erstmals korrigiert; der beim Gewässerbau anfallende Aushub diente der Errichtung der Dämme für die Bahnstrecke Chur–Rorschach. Im Zuge der Korrektion wurde die Mündung der Saar um 700 Meter rheinabwärts zur Mündung des Trübbachs verlegt. Zugleich wurden Kiesfänge an den Wildbächen errichtet, weitere Bachläufe begradigt und in der Ebene zahlreiche Entwässerungsgräben gebaut. Weitere Sohlhebungen des Rheines versuchte man zwischen 1898 und 1908 durch eine Verbreiterung und Vertiefung des unteren Saarlaufs zu begegnen. 1927 und 1954 führten Rheinhochwasser zu einem Rückstau der Saar und zur Überflutung weiter Flächen. Nach dem Hochwasser von 1954 wurde die Saarmündung erneut um 2,5 Kilometer rheinabwärts verlegt. Dieser untere Teil der Saar ist heute Teil des Vilterser-Wangser-Kanals.
(Quelle: wikipedia) Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Saar_(Rhein)Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.
Vilterser-Wangser-Kanal
Der Vilterser-Wangser-Kanal wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Rahmen der Drainierung der Rheinebene gebaut. Der Kanal beginnt in der Gemeinde Vilters-Wangs zwischen diesen zwei Dörfern, die zusammen eine politische Gemeinde bilden, am Zusammenfluss des Grossbach und des Vilterserbach. Er fliesst in Richtung Norden oder Nordosten und kreuzt die Autobahn A3 und die Eisenbahnlinien bei Sargans. Nördlich der Sarganser Au fliesst er parallel zur Eisenbahnlinie des Rheintals und nimmt rechts die Saar auf. Nachdem er Trübbach tangiert hat, fliesst er bei der Rheinau in den Rhein, der dort ebenfalls kanalisiert ist. Die Drainierung der Rheinebene wurde dadurch erschwert, dass sich die Sohle des Rheins durch Ablagerung von Geschiebe hob. Noch 1954 führte der Rückstau durch ein Rheinhochwasser zur Überflutung weiter Flächen der Ebene. Die heutige Mündung des Vilterser-Wangser-Kanals entstand nach dem Hochwasser von 1954, als das damals noch zur Saar gerechnete Gewässer um 2,5 Kilometer rheinabwärts verlegt wurde.
(Quelle: wikipedia) Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Vilterser-Wangser-KanalExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.
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